Vertiefung und Ergänzung

Für deine persönliche Vertiefung der aktuellen Predigtserie. 

6. Teil 2 Arbeiten als für Christus

(NGÜ) Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren! ´Dient ihnen` mit ehrerbietigem Respekt und aufrichtigem Herzen, als wäre es Christus selbst, ´dem ihr gehorcht`. ´Arbeitet` nicht nur, wenn man euch dabei beobachtet – als ginge es darum, Menschen zu gefallen. Macht euch vielmehr bewusst, dass ihr Sklaven von Christus seid, und tut mit ganzer Hingabe das, was Gott von euch möchte. ´Erfüllt eure Aufgaben` bereitwillig und mit Freude, denn ´letztlich` dient ihr nicht Menschen, sondern dem Herrn. Ihr könnt sicher sein, dass jeder, der Gutes tut, vom Herrn dafür belohnt wird, ob es sich nun um einen Sklaven handelt oder um einen freien Menschen. Und ihr Herren, behandelt eure Sklaven nach denselben Grundsätzen. Versucht nicht, sie mit Drohungen einzuschüchtern. Denkt daran, dass es einen gibt, der sowohl ihr Herr ist als auch euer Herr. Er ist im Himmel, und er ist ein unbestechlicher Richter. Epheser 5,5-9


Podcast

Erstellt: 31. Oktober 2018
Autor: bibletunes

Epheser 6 Teil 2

Podcast zu Epheser 6,5-9 von Detlef Kühnlein, bibletunes





Sklaven?

  • Sklave wird auch übersetzt mit Diener, Knecht, Mitarbeiter (und Meister) resp. Untergebene und Vorgesetzter.
  • Wer es sich damals leisten konnte, kaufte Sklaven und ließ diese für sich arbeiten. Sklaven waren wie ein Werkzeug, das Eigentum ihres Meisters, ohne Rechte. Den Umgang mit Sklaven spricht Paulus hier an.
  • Meister sollen ihre Sklaven weder bedrohen noch ausbeuten. Eigentlich wird hier soziale Ungerechtigkeit mit angesprochen. Christen sollen ein neues Verhalten einüben.
  • Vorgesetzte und Untergebene – beide sind unter demselben himmlischen Meister, gehören zur gleichen Gemeinde, sind also gleichwertige Brüder in Christus.

Haltung gegenüber Arbeit

  • Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag sollst du ruhen – so lautet das 4. Gebot. Gott hat es so gehalten bei der Schöpfung. Er hat 6 Tage gearbeitet und am 7. Tag geruht.
  • Bevor Jesus Wanderprediger wurde, hat er als Zimmermann gearbeitet. Und beim Passamahl hat er allen Jüngern die Füße gewaschen (unterste Sklavenarbeit).
  • Auch der Heilige Geist arbeitet. Er führt in die Wahrheit.
  • Bei Beruf und Berufung geht es nicht primär darum was wir tun, sondern wie wir es tun.
  • Arbeit ist von Gott und wir sollen unseren Job gut machen > respektvoll, aufrichtig, gehorsam, bereitwillig dienen – auch wenn es niemand sieht. Arbeiten als für den Herrn.
  • So lassen wir unser Licht leuchten am Arbeitsplatz und Nichtchristen können es sehen.

Verhalten am Arbeitsplatz

  • Nachdem Paulus sich mit den Beziehungsebenen in Ehe und Familie beschäftigt hat, widmet er sich nun dem Leben am Arbeitsplatz.
  • Die goldene Regel: Tu anderen das, was du willst, dass dir getan wird (Matthäus 7,12).
  • Oftmals ist es so, dass wir in Bezug auf gewisse Personen „Sklaven“ und auf andere „Herren“ sind. Bei der Arbeitsstelle ist dies sehr oft der Fall. Als Sklaven sollen wir unsere Aufgaben auf Christus blickend erledigen. Paulus sagt, dass wir letzten Endes auch für ihn und nicht für Menschen arbeiten.
  • In der Stellung als Boss/Leiter müssen wir uns immer vor Augen halten, dass wir Rechenschaft für unser Verhalten gegenüber den uns Untergeordneten ablegen müssen. Darum sollen wir uns davor hüten, ‚bossy‘ zu sein, schlecht oder gar ungerecht mit Anderen umzugehen.
  • Letzten Endes kannst du dich aber darauf verlassen, dass all die Ungerechtigkeiten, die du ertragen musst, vor Gott kommen werden. Gleichzeitig sollte man aber nie vergessen, dass dies auch das eigene Handeln betrifft. Daher sollte man sich gut überlegen wie und warum man handelt.

Impulse

  • Wo findest du dich in diesem Text wieder? In welchen Bereichen bist du Herr und in welchen Sklave?
  • Wo findest du dich in dem Bild, das Paulus verwendet, in Bezug auf Gott wieder? Lebst du vielleicht in der Ansicht, dass Gott dir dient und dass du dann zu ihm kommst, wenn du etwas von ihm brauchst?
  • Wie verhältst du dich als Sklave? Bist du darauf bedacht, für deinen Herrn das bestmögliche aus dir heraus-zuholen oder bemühst du dich nur, wenn du unter Beobachtung stehst?
  • Bist du ein geduldiger Herr oder setzt du deine Untergeordneten unter Druck, damit sie möglichst effizient arbeiten? Was könntest du an deinem Verhalten verändern?