4 Teil 1 Epheser 4,1-3

Vertiefung und Ergänzung

Für deine persönliche Vertiefung der aktuellen Predigtserie. 

4. Teil 1 Gehörst du auch dazu?

(NGÜ) Als einer, der für sein Bekenntnis zum Herrn im Gefängnis ist, bitte ich euch nun: ´Denkt daran, dass` Gott euch ´zum Glauben` gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist! Keiner soll sich über den anderen erheben. Seid vielmehr allen gegenüber freundlich und geduldig und geht nachsichtig und liebevoll miteinander um. Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält. Epheser 4,1-3


Podcast

Erstellt: 31. Oktober 2018
Autor: bibletunes

Epheser 4 Teil 1

Podcast zu Epheser 4,1-3 von Detlef Kühlein, bibletunes





Vom Einzelgänger zur Gemeinde:

  •  Trotz seiner üblen Zeit im Gefängnis kümmert sich Paulus um nichts anderes, als das Wohl der Gemeinden, von denen er sogar die meisten selbst gegründet hat!
  • „Denkt daran, dass Gott euch zum Glauben gerufen hat…“ > Luther übersetzt „denkt daran“ mit „ich ermahne euch“. Doch gemäß dem grie-chischen Urtext bedeutet es „aufmuntern, Mut machen“.
  • „… und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist!“ Hier geht es nicht primär um deinen Job, sondern um deinen Charakter. Wir sollen Christus immer ähnlicher werden.

 

 

Sich kümmern, ermutigen:

Jesus lehrt uns Einheit. Er betont immer wieder, wie wichtig Gemeinschaft für uns Menschen ist. Gott hat uns zur Gemeinschaft mit anderen Christen geschaffen, vgl. 1. Korinther 12,12.

  • Gemeinschaft ist ein Geschenk Gottes, man kann sie nicht erzeugen.
  • Die Bibel ist voll von Gemeinschaft unter Menschen, z.B. die Freundschaft zwischen Jonathan und David, oder die 12 Jünger Jesu.
  • Diese Gemeinschaften haben alle dasselbe Fundament: Gott ist der Mittelpunkt.
  • Ein Christ ohne Anschluss an die Gemeinde kann auf Dauer nicht bestehen. Der Glaube geht ein, wie eine Pflanze, die zu wenig gegossen wird. 

Mit-einander, nicht gegen-einander

  • 2 Keiner soll sich über den anderen erheben. Seid vielmehr allen gegenüber freundlich und geduldig und geht nachsichtig und liebevoll miteinander um. 3 Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält.
  • Dennoch gibt es oft in unserem Umfeld Probleme mit dem Miteinander. Da unterscheiden sich christliche Gemeinden nicht viel von der Welt.
  • Gerade wenn mehrere zusammen in einer Gruppe sind, kommt es vor, dass jemand von dem anderen ent-täuscht oder verletzt ist. Konflikte treten auf, wenn sie eskalieren, kann es gar zur Auflösung der Gruppe kommen.

Umgang mit Konflikten:

Hier ein paar Grundsätze, die helfen, mit Konflikten in deiner Familie, deinem Haus-kreis, deinem Freundeskreis oder der Jungschar gut umzugehen:

  • Vertrauen: Vertrauen ist Gottes Idee von Gemeinschaft. Er schenkt den Menschen einen Vorschuss an Ver-trauen (Abraham & Isaak, Josef).
  • Gott vertraut auch dort, wo er weiß, dass Menschen sein Vertrauen missbrauchen werden (Adam & Eva, Petrus). Ohne Vertrauen kann Gemeinschaft nicht funktionieren.
  • Bedingungslose Liebe: Wirkliche Gemeinschaft ist Liebesgemeinschaft. Die Liebe ist das verbindende Ele-ment - nicht nur in der Ehe, sondern in allen guten Beziehungen (vgl. Matthäus 22,37ff).
  • Vergebung: Jesus lehrt uns zu beten „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schul-digern“ (vgl. Matthäus 6,19). 
  • Geborgenheit, Zugehörigkeit: Ist dir schon aufgefallen, dass christliche Gemeinschaft wie eine Tankstelle sein kann? Dort gehörst du dazu, so wie du bist und musst dich nicht erst verstellen. Das gibt Kraft für neue Herausforderungen im Alltag.
  • Diese volle Zugehörigkeit findest du nur in Gottes Familie! Echte Gemeinschaft - das ist ein Stück Himmel auf Erden, ein Geschenk Gottes. Nimm es doch mit!
  • Christliche Gemeinschaft zielt auf Wachstum hin. Lerne, Spannungen in Beziehungen aushalten.

Impulse

  • Danke Gott, dass du dazugehörst – zu seiner globalen Großfamilie!
  • Fällt dir jemand ein, dem du vergeben solltest? > Dann vergib!
  • Wie gehst du mit Herausforderungen und Spannungen in deiner Familie/Gruppe/Gemeinde um?
  • Bist du / seid ihr bereit, neue Leute in eure Gruppe aufzunehmen?